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Frage:

Zählen Unterhaltszahlungen / Erziehungsgeld / Elterngeld / Arbeitslosengeld / Krankengeld auch zu den Einkünften? [13071]

Antwort:

Unterhaltszahlungen zählen grundsätzlich nicht zu den Einkünften. Eine Ausnahme davon bildet das sogenannte Realsplitting zwischen geschiedenen oder dauernd getrennt lebenden Ehegatten. Dabei kann der zahlende Ehegatte den Ehegattenunterhalt (nicht den Kindesunterhalt!) mit Zustimmung des Empfängers bis zum Betrag von 13.805 € im Kalenderjahr als Sonderausgaben abziehen. Der Empfänger hat dann diese Zahlungen als sonstige Einkünfte zu versteuern.

Lohnersatzleistungen wie Arbeitslosengeld, Kurzarbeitergeld, Insolvenzgeld, Krankengeld oder Mutterschaftsgeld zählen nicht zu den Einkünften. Sie erhöhen aber den Steuersatz auf die im selben Kalenderjahr erzielten steuerpflichtigen Einkünfte (sogenannter Progressionsvorbehalt). Deshalb müssen diese Lohnersatzleistungen in der Steuererklärung angegeben werden.

Bundeserziehungsgeld oder Landeserziehungsgeld sind steuerfrei und erhöhen auch nicht den Steuersatz auf die steuerpflichtigen Einkünfte. Dasselbe gilt für kommunale Erziehungsbeihilfen der Jugendämter an Erziehungsberechtigte. Steuerpflichtig sind dagegen Beihilfen an erwerbsmäßige Betreuer. Erwerbsmäßigkeit wird in der Regel bei der Betreuung von mehr als fünf Kindern angenommen.

Das Elterngeld (ab 01.01.2007) ist – wie bisher das Erziehungsgeld – steuerfrei. Im Gegensatz zum Erziehungsgeld unterliegt es dem sogenannten Progressionsvorbehalt (siehe oben).

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