Service-Navigation

Suchfunktion

Frage:

Ich bin schwerbehindert und benötige teure Medikamente, die ich zum Teil selbst bezahlen muss. Mein Finanzamt lehnte den Abzug der Kosten in Höhe von 900 € mit der Begründung ab, diese Kosten seien mit dem Freibetrag von 1.420 € abgegolten. Ist das zutreffend? [13013]

Antwort:
Nein. Durch den Behinderten-Pauschbetrag werden nur die laufenden und typischen Aufwendungen für die Hilfe bei den gewöhnlichen und regelmäßig wiederkehrenden Verrichtungen des alltäglichen Lebens, für die Pflege und für einen erhöhten Wäschebedarf abgegolten. Die mit dem Pauschbetrag abgegoltenen Aufwendungen „für Verrichtungen des täglichen Lebens“ sind nur solche Aufwendungen, die auch Nicht-Behinderten entstehen, bei Behinderten aber etwas höher ausfallen, aber nicht  abgrenzbar sind.Alle übrigen behinderungsbedingten Aufwendungen, z.B. Operationskosten sowie Heilbehandlungen, Kuren, Arzneikosten, Arztkosten und Fahrtkosten, können daneben als außergewöhnliche Belastung nach § 33 EStG berücksichtigt werden.

Hinweis:
Bei den Finanzämtern liegt eine Broschüre mit dem Titel "Steuertipps für Menschen mit Behinderung" mit weiteren Informationen aus.
Diese Broschüre finden Sie auch auf den Internetseiten des Finanz- und Wirtschaftsministeriums Baden-Württemberg unter >Service >Publikationen.

Fußleiste