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Frage:

Wie werden Pensionen von Beamten steuerlich behandelt? [13055]

Antwort:

Hinweis: Die Antwort berücksichtigt die ab 1.1.2005 geltende Rechtslage durch das "Alterseinkünftegesetz".

Bei der Pension von Beamten handelt es sich um steuerpflichtigen Arbeitslohn, der ebenso wie die Vergütung zu der aktiven Dienstzeit dem Lohnsteuerabzug unterliegt. Die Bezüge von im Ruhestand befindlichen Beamten, Richtern und Soldaten bzw. deren Witwen und Waisen sind insgesamt steuerpflichtig. Allerdings wird ein Versorgungsfreibetrag in Höhe von 40 % dieser Bezüge, höchstens jedoch 3.000 Euro in 2005 gewährt, der für jeden neu hinzukommenden Jahrgang bis zum Jahr 2040 abgeschmolzen wird. Bei Versorgungsbeginn in 2016 beträgt der Versorgungsfreibetrag 22,4 %, höchstens 1.680 €.


Für den einzelnen Pensionär bleibt der bei Eintritt geltende Versorgungsfreibetrag für die gesamte Dauer des Versorgungsbezugs gleich.

Der Abzug des Arbeitnehmer-Pauschbetrags entfällt ab 2005. Stattdessen wird – wie auch bei den Renten – der Werbungskosten-Pauschbetrag von 102 Euro abgezogen.

Um in der Übergangsphase bis zum Jahr 2040 eine übermäßige Belastung durch den Wegfall des Arbeitnehmer-Pauschbetrags zu vermeiden, wird ein Zuschlag zum Versorgungsfreibetrag eingeführt, der ebenfalls bis 2040 abgeschmolzen wird. Für bisherige Pensionäre und bei Beginn der Pension in 2005 beträgt der Zuschlag zum Versorgungsfreibetrag 900 Euro. Bei Beginn in 2016 beträgt der Zuschlag zum Versorgungsfreibetrag 504 Euro.

Hinweis:
Bei den Finanzämtern liegt eine Broschüre des Finanzministeriums Baden-Württemberg mit dem Titel "Steuertipps für Senioren" aus. Dort finden Sie weitere Erläuterungen.
Diese Broschüre können Sie auch auf den Internetseiten des Finanzministeriums Baden-Württemberg aufrufen und herunterladen.

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