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Frage:

Für meine beiden über 18 Jahre alten Kinder wurden auf meinen Antrag hin vom Finanzamt wegen deren Berufsausbildung Kinderfreibeträge als ELStAM gebildet. Die einbehaltene Lohnsteuer ist aber noch genau so hoch wie vorher. Nur die Kirchensteuer und der Solidaritätszuschlag haben sich vermindert. Warum? [31007]

Antwort:

Die Freibeträge für Kinder werden bei der Berechnung der Lohnsteuer nicht berücksichtigt. Statt dessen erhält der Arbeitnehmer von den Familienkassen im laufenden Jahr Kindergeld ausgezahlt. Die als ELStAM (Elektronische LohnSteuerAbzugsMerkmale) gebildete Zahl der Kinderfreibeträge wirkt sich deshalb nicht auf die Höhe der monatlichen Lohnsteuer, sondern nur auf die Berechnung des Solidaritätszuschlags und der Kirchensteuer aus. Dies gilt auch für den Freibetrag für Betreuungs- und Erziehungs- oder Ausbildungsbedarf. Hinsichtlich der Einkommensteuer wird erst bei Abgabe der Steuererklärung geprüft, ob sich die Freibeträge für Kinder günstiger auswirken als das bereits gezahlte Kindergeld.

Hinweis:
Bei den Finanzämtern liegt eine Broschüre mit dem Titel "Steuertipps für Familien" aus. Dort finden Sie weitere Erläuterungen. Diese Broschüre können Sie auch auf den Internetseiten des Ministeriums für Finanzen Baden-Württemberg unter >Publikationen >Steuerratgeber aufrufen und herunterladen bzw. die gedruckte Version können Sie dort auch kostenlos bestellen.

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