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Frage:

Wann kann ein halber Kinderfreibetrag berücksichtigt werden? [31008]

Antwort:

Für Kinder, die zu berücksichtigen sind, wird die Zahl der Kinderfreibeträge als ELStAM (Elektronische LohnSteuerAbzugsMerkmale)gebildet (nur bei den Steuerklassen I – IV). Dabei wird jedes Kind eines Arbeitnehmers grundsätzlich nur mit dem Zähler 0,5 berücksichtigt. Der Zähler wird auf 1 erhöht,

1. wenn die im Inland wohnenden leiblichen Eltern oder Pflegeeltern eines Kindes miteinander verheiratet sind und nicht dauernd getrennt leben,
2. wenn nicht dauernd getrennt lebende und im Inland wohnende Ehegatten ein Kind gemeinsam angenommen haben,
3. wenn der andere Elternteil eines leiblichen oder angenommenen Kindes vor dem Beginn des Kalenderjahrs 2017 verstorben ist,
4. wenn der Arbeitnehmer das Kind nur allein angenommen hat,
5. wenn es sich um ein Pflegekind handelt und das Pflegekindschaftsverhältnis nur zum Arbeitnehmer besteht,
6. wenn der Wohnsitz des anderen Elternteils nicht zu ermitteln ist,
7. wenn der Vater des Kindes amtlich nicht feststellbar ist, z.B. weil die Mutter den Namen des Vaters nicht bekannt gegeben hat, oder
8. wenn der andere Elternteil voraussichtlich während des gesamten Jahres 2017 im Inland weder einen Wohnsitz oder einen gewöhnlichen Aufenthalt hat.

Die Zahl der Kinderfreibeträge wirkt sich bei den ELStAM nur auf die Berechnung des Solidaritätszuschlags und der Kirchensteuer aus. Hinsichtlich der Einkommensteuer wird erst bei der Abgabe der Steuererklärung geprüft, ob sich die Freibeträge für Kinder günstiger auswirken als das bereits ausgezahlte Kindergeld.

Hinweis:
Bei den Finanzämtern liegt die Broschüre "Steuertipps für Familien" mit weiteren Informationen aus.
Diese Broschüre können Sie auch auf den Internetseiten des Ministeriums für Finanzen Baden-Württemberg aufrufen und herunterladen bzw. die gedruckte Version können Sie dort auch kostenlos bestellen.

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